Seit bald 30 Jahren, seit 1997, lebt die jüdisch-israelische Journalistin Amira Hass in Ramallah im palästinensischen Westjordanland. Die in Jerusalem geborene Berichterstatterin arbeitet als Reporterin, Kommentatorin und Essayistin für die israelische Tageszeitung Haaretz und als Kolumnistin für das italienische Magazin Internazionale. Sie war die erste israelische Journalistin, die sich dauerhaft in den besetzten Gebieten niederließ. Ihre Mutter Hanna Lévy-Hass, aus einer jüdischen Familie in Sarajewo, war Tito-Partisanin gegen die NS-Besatzung, überlebte das KZ Bergen-Belsen und emigrierte 1948 nach Israel. Amira Hass erhielt im Jahr 2002 den Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte, da sie „mit ihrer kenntnisreichen Berichterstattung die vom Konflikt gezogenen Grenzen durchbrechen konnte“.
Amira Hass
Journalistin, Haaretz, Ramallah
Im Gespräch mit
Inge Günther
Langjährige Korrespondentin in Israel-Palästina; Berlin, Jerusalem