08.-10. Mai 2026

Ein Wochenende mit Aussicht

Genau hinsehen, was geschieht.
Ilse Aichinger

Programm

An drei Tagen treffen sich in Innsbruck Journalistinnen und Journalisten mit anderen kundigen Vermittler*innen von Information aus verschiedenen Regionen der Welt.

In Gesprächen mit Kolleg*innen und anderen Expert*innen erfahren die Besucher*innen, was hinter den Kulissen der oft eilig und oberflächlich vermittelten Informationen zum internationalen Geschehen vor sich geht und können sich einbringen. Aktuelle soziale, politische und kulturelle Entwicklungen stehen im Mittelpunkt der Debatten, von Buchpräsentationen, Ausstellungen, Dok-Filmen und Audiofeatures.

Das Journalismusfest Innsbruck öffnet ein Fenster für die komplexe Gegenwart, in der wir leben.

Can Dündar: „Ich traf meinen Mörder“

„Man gab mir den Auftrag, Sie zu töten. Ich bin bereit, alles zu sagen, was ich weiß.“ Diese Zeilen standen in einem Brief, den der türkische Journalist Can Dündar Ende 2020 in seinem Berliner Exil erhielt. Der Absender: Serkan Kurtuluş, ein türkischer Häftling, der in Buenos Aires im Gefängnis sitzt. Den Auftrag zum Mord erhielt Kurtuluş vom türkischen Geheimdienst. Dündar hatte 2015 für die türkische Zeitung Cumhuriyet, deren Chefredakteur er war, über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an den IS und andere extremistische Gruppen in Syrien berichtet. Er wurde der Spionage angeklagt und kam in Untersuchungshaft, die das Höchstgericht dann nach drei Monaten aufhob. Nach einem Anschlag auf ihn gelang es Dündar wenig später nach Deutschland auszureisen. In Abwesenheit wurde er zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilt. 
2023 besuchte Can Dündar den Mann, der ihn ermorden sollte, im Gefängnis. Er erfuhr von ihm von weiteren Machenschaften. Dündar stieß auf ein Netzwerk von autokratischen, aber auch demokratischen Regierungen, sowie Verbindungen zum organisierten Verbrechen und zu Terrororganisationen. 

Can Dündar
Journalist, Autor, Dokumentarfilmer

Im Gespräch mit
Alexandra Föderl-Schmid
Frankreich-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung

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Die Mitwirkenden

Wir freuen uns auf Journalist*­innen, Wissenschaftler*innen und NGOs aus verschiedenen Regionen der Welt.

Die Schauplätze

Die Veranstaltungsorte des Festivals liegen im Zentrum von Innsbruck. Sie sind zu Fuß gut zu erreichen.

Info

Informationen über Tickets, Anreise, Unterkünfte, Öffentliche Verkehrsmittel und Aktuelles zur Region Innsbruck.

Informationen zur Barrierefreiheit

Das Journalismusfest Innsbruck findet an mehr als 20 Orten statt, daher variiert auch die Barrierefreiheit. 

Alle Veranstaltungen, die mit dem Rollstuhl zugänglich sind, werden im Programmheft mit diesem Symbol gekennzeichnet:

Es gibt auch Veranstaltungsorte, die rollstuhltauglich, aber nicht gänzlich barrierefrei sind. Dort ist es nötig, einen Lift oder einen eigenen Zugang zu benutzen. Bitte wenden Sie sich vor Ort an unsere Mitarbeiter*innen, die Ihnen gerne behilflich sein werden. Diese Veranstaltungen werden im Programmheft mit diesem Symbol gekennzeichnet:

Für Besucher*innen mit Hörbeeinträchtigung besteht an vielen Locations die Möglichkeit technischer Unterstützungen, die allerdings unterschiedlich funktionieren. Wir bitten Sie daher, uns vor dem Festival kurz per E-Mail unter info@journalismusfest.org zu kontaktieren, um abklären zu können, ob bzw. welche Art der Barrierefreiheit verfügbar ist.

Besucher*innen mit anderen Sinnesbeeinträchtigungen oder besonderen Bedürfnissen bitten wir ebenfalls vorab um Kontaktaufnahme via E-Mail unter info@journalismusfest.org, um individuell auf die jeweiligen Unterstützungsmöglichkeiten eingehen zu können.