Francesca Ferlaino hat Physik in Neapel, Triest und Florenz studiert, mit Schwerpunkt auf ultrakalten Quantengasen. Seit 2006 ist sie an der Universität Innsbruck; seit 2014 Professorin für Experimentalphysik und Direktorin des IQOQI der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Preisträgerin von drei ERC-Grants und zahlreichen weiteren Auszeichnungen, gründete sie das Netzwerk Atom*innen zur Förderung von Frauen in der Physik. Sie erhielt den Grete Rehor Staatspreis (2023), wurde von Die Presse zur Österreicherin des Jahres in der Kategorie Forschung gewählt (2024) und vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen zur Wissenschaftlerin des Jahres (2025). Ihre Arbeit erforscht die Quantensimulation mit Gasen stark magnetischer Atome: 2012 erreichte sie das erste Bose–Einstein-Kondensat aus Erbium und beobachtete exotische Materiephasen, darunter den Supersolid-Zustand. Außerhalb des Labors hat sie über 60 Länder bereist, oft hinter der Kamera, gemeinsam mit ihrer Familie.