Medien werden kritisch betrachtet, seit es Medien gibt, keineswegs erst seit der Social-Media-Ära. Der Bogen lässt sich von Sokrates über Karl Kraus’ Die Fackel und Theodor W. Adorno bis heute spannen. In den letzten Jahrzehnten werden medienkritische Stimmen wieder lauter. Medienkritische Haltungen und Aussagen gewinnen an Einfluss auf den gesellschaftlichen Diskurs sowie auf das journalistische Arbeiten selbst. Welche gesellschaftliche Funktion hat Medienkritik? Das fragt der Innsbrucker Germanist Dirk Rose in seinem neuen Buch. Hier diskutiert er das Thema mit dem Medienwissenschaftler Volker Lilienthal, dem langjährigen Inhaber der Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus.
Volker Lilienthal
Kommunikationswissenschaftler, 2006 bis 2025, Universität Hamburg, Mitherausgeber von „Lügenpresse. Anatomie eines politischen Kampfbegriffs“ (2017)
Dirk Rose
Germanist, Professor für Neuere deutsche Literatur und Medien, Universität Innsbruck, Autor von „Medienkritik. Theorie und Geschichte“ (2025)
Moderation
Benedikt Kapferer
Journalist, ORF Tirol