Regierungsinserate waren in Österreich lange Zeit ein effizientes Mittel, um gefällige politische Berichterstattung zu bekommen, und ein Förderinstrument für Medienhäuser: keine guten Voraussetzungen für die demokratiepolitisch eminent wichtige Unabhängigkeit von Berichterstattung und die Kontrollfunktion des Journalismus. Gleichzeitig stehen Medienverlage durch die digitale Transformation mehr denn je unter Druck. Werbegeld fließt zu den digitalen Plattformen. Medienminister Andreas Babler will mit einer neuen Medienförderung die Unabhängigkeit des Journalismus stärken. Dabei sollen Qualitätsstandards und auch ethische Grundsätze eine wichtige Rolle spielen. Kann diese Reform gelingen?
Florian Gasser
Leiter des Wiener Büros der ZEIT
Petra Stuiber
Stellvertretende Chefredakteurin des Standard
Barbara Tóth
Leiterin des Medienressorts des Falter
Marco Witting
Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung
Moderation
Stefan Kappacher
Redakteur für Innenpolitik, Medienmagazin #doublecheck, ORF, Radio Ö1