08.-10. Mai 2026

Ein Wochenende mit Aussicht

Genau hinsehen, was geschieht.
Ilse Aichinger

Programm

An drei Tagen treffen sich in Innsbruck Journalistinnen und Journalisten mit anderen kundigen Vermittler*innen von Information aus verschiedenen Regionen der Welt.

In Gesprächen mit Kolleg*innen und anderen Expert*innen erfahren die Besucher*innen, was hinter den Kulissen der oft eilig und oberflächlich vermittelten Informationen zum internationalen Geschehen vor sich geht und können sich einbringen. Aktuelle soziale, politische und kulturelle Entwicklungen stehen im Mittelpunkt der Debatten, von Buchpräsentationen, Ausstellungen, Dok-Filmen und Audiofeatures.

Das Journalismusfest Innsbruck öffnet ein Fenster für die komplexe Gegenwart, in der wir leben.

Der Schriftsteller Peter Demant

In der Ausstellung „Das andere Russland. MEMORIAL“ führt eine Spur auch nach Innsbruck. In einer der Vitrinen liegt „Peters neues Liederbuch für die Ostzone“, ein selbstgemachtes kleines Heft des Schriftstellers Peter Demant mit Liedern aus Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“. Demant kam 1918 in Innsbruck zur Welt, wurde evangelisch getauft und wuchs im rumänischen Czernowitz auf. Als Folge der sowjetischen Besetzung der Bukowina im Zuge des Hitler-Stalin-Paktes geriet er in die Maschinerie der Repression. Nach seiner Inhaftierung wurde er noch vor dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 nach Sibirien deportiert. Man beschuldigte ihn der Spionage. Er erhielt zehn Jahre Arbeitslager und fünf weitere Jahre Verbannung. Rund acht Jahre musste er schlussendlich im stalinistischen Gulag verbringen. Erst 1991 konnte er rechtlich seine Rehabilitation erreichen. Demant hat ein umfangreiches Werk auf Russisch hinterlassen, in dem er auch seine Lagerzeit verarbeitet. Eine noch von ihm selbst Anfang der 90er-Jahre ins Deutsche übersetzte Version davon erschien postum in Innsbruck. Sein Liederbuch übergab Demant 2003 an die Organisation Memorial. 2005, ein Jahr vor seinem Tod, war Peter Demant auf Einladung der Stadt erstmals wieder in Innsbruck zu Besuch.

Kurt Scharr
Historiker, Universität Innsbruck, Herausgeber von „Schaufeln – Schubkarren – Stacheldraht. Peter Demant – Erinnerungen eines Österreichers an Zwangsarbeitslager und Verbannung in der Sowjetunion“ (2014) 

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Die Mitwirkenden

Wir freuen uns auf Journalist*­innen, Wissenschaftler*innen und NGOs aus verschiedenen Regionen der Welt.

Die Schauplätze

Die Veranstaltungsorte des Festivals liegen im Zentrum von Innsbruck. Sie sind zu Fuß gut zu erreichen.

Info

Informationen über Tickets, Anreise, Unterkünfte, Öffentliche Verkehrsmittel und Aktuelles zur Region Innsbruck.

Informationen zur Barrierefreiheit

Das Journalismusfest Innsbruck findet an mehr als 20 Orten statt, daher variiert auch die Barrierefreiheit. 

Alle Veranstaltungen, die mit dem Rollstuhl zugänglich sind, werden im Programmheft mit diesem Symbol gekennzeichnet:

Es gibt auch Veranstaltungsorte, die rollstuhltauglich, aber nicht gänzlich barrierefrei sind. Dort ist es nötig, einen Lift oder einen eigenen Zugang zu benutzen. Bitte wenden Sie sich vor Ort an unsere Mitarbeiter*innen, die Ihnen gerne behilflich sein werden. Diese Veranstaltungen werden im Programmheft mit diesem Symbol gekennzeichnet:

Für Besucher*innen mit Hörbeeinträchtigung besteht an vielen Locations die Möglichkeit technischer Unterstützungen, die allerdings unterschiedlich funktionieren. Wir bitten Sie daher, uns vor dem Festival kurz per E-Mail unter info@journalismusfest.org zu kontaktieren, um abklären zu können, ob bzw. welche Art der Barrierefreiheit verfügbar ist.

Besucher*innen mit anderen Sinnesbeeinträchtigungen oder besonderen Bedürfnissen bitten wir ebenfalls vorab um Kontaktaufnahme via E-Mail unter info@journalismusfest.org, um individuell auf die jeweiligen Unterstützungsmöglichkeiten eingehen zu können.