Der Tiroler Schriftsteller Robert Prosser aus Alpbach reist immer wieder in den Libanon, recherchiert und schreibt über das seit 1943 unabhängige, multireligiöse demokratische Land, dessen Bevölkerung schon lange zu leiden hat: Bürgerkrieg, israelische und syrische Besatzung, die islamistische Hisbollah, aktuell wieder Angriffe durch Israel. Prossers „Beirut im Sommer“ (2020) ist das essayistische Text-Foto-Journal einer Recherchereise mit dem Fotografen Leonhard Pill, auf der sie Spuren des Syrienkrieges suchten und sich der Situation Vertriebener widmeten. In Prossers jüngstem Roman „Das geplünderte Nest“ (2025) wird aus einer Reportage über die Graffitiszene in Beirut eine Reise in die dunkle Vergangenheit der eigenen Familie. Ein Gespräch über Fakt und Fiktion und den Libanon.
Robert Prosser
Schriftsteller, Alpbach
Im Gespräch mit
Joachim Leitner
Kulturjournalist der Tiroler Tageszeitung