„Die mediale Berichterstattung über uns, über Sexarbeitende ist ein einziges Desaster“, schreibt die politische Aktivist*in, Autor*in und Sexarbeiter*in Ruby Rebelde, die diese Berichterstattung selbst gründlich untersucht hat. Über „das komplexe Phänomen Sexarbeit und über superdiverse Sexarbeiter*innen“ werde „schablonenhaft und voller Ressentiments ‚berichtet‘“. Im Buch „Warum sie uns hassen“ (2025) analysiert Rebelde, wie sich die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen, die „Sexarbeitsfeindlichkeit“, gesamtgesellschaftlich auswirkt und welchen Anteil der Journalismus daran hat.Für den Deutschen Journalistenverband hat 2025 die Journalistin Harriet Langanke gemeinsam mit Co-Autorinnen einen Leitfaden für JournalistInnen („Handreichung“) erstellt, der helfen soll, „gängige Klischees und Vorurteile zu vermeiden und eine respektvolle, realitätsnahe professionelle Berichterstattung zu fördern“, jenseits von Stigma und Sensationslust.
Am Podiumsgespräch nimmt auch eine Sozialarbeiterin aus Innsbruck teil, die Fragen zur Situation in Österreich beantwortet wird.
Harriet Langanke
Journalistin und Sexualwissenschaftlerin, Köln
Ruby Rebelde
Sexarbeiter*in, politische Aktivist*in, Buchautor*in, Hamburg
Sozialarbeiterin von IBUS
Innsbrucker Beratung und Unterstützung für Sexarbeiter*innen
Moderation
Christine Baur
Juristin, Mediatorin, ehem. Gleichbehandlungsanwältin