Am 4. August 2020 sterben mehr als 200 Menschen bei der gewaltigen Explosion im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut. Die Stadt liegt in Schutt und Asche. Woraus schöpft man nach einem solchen Ereignis neuen Glauben an eine bessere Zukunft? Das Regieduo Nicola von Leffern und Jakob Carl Sauer begleitete drei Jahre lang einige Überlebende und ihre Familien: eine Telefonistin, die beim städtischen Hilfetelefon arbeitet, eine syrische Familie, die in einer Tiefgarage lebt und aus dem Land zu flüchten plant, und eine Tänzerin und einen Maler, die ihr Schicksal künstlerisch zu verarbeiten versuchen. Der Film „ist ein aus Bruchstücken zusammengesetztes Porträt, das vom kollektiven Trauma“ während der „historischen Wirtschaftskrise erzählt, in die der Libanon 2019 stürzte und die das Land nach wie vor beherrscht“ (Diagonale 2025).
Regie: Nicola von Leffern, Jakob Carl Sauer
Österreich 2024, 98 Min., OmdU
Filmgespräch mit
Nicola von Leffern
Freischaffende Regisseurin und Filmemacherin
Moderation
Priska Wörl
Freie Journalistin, Moderatorin, Innsbruck